BCR H Messe nov.

Bach Collegium Rhenanum

H-Moll Messe BWV 232

Für viele ist die h-Moll-Messe von  Bach als sein letztes vollendetes Vokalwerk  der Höhepunkt der geistlichen Chormusik und an Reichtum kompositorischen Könnens kaum zu überbieten. Alte Kompositionen bindet der barocke Meister hier kunstvoll in Neues ein und sein Schaffensprozess dauert Jahrzehnte, bis der ganze Zyklus komplett ist. In der h-Moll-Messe ist alles vertreten, was Bach für Sänger und Instrumente geschrieben hat. Trotzdem oder gerade deswegen ist sie im Ergebnis Klangarchitektur, die nicht nur musikalisch, sondern auch gedanklich homogen wirkt und in ihren Bann zieht; eine Synthese verschiedener Stile von Renaissance-Polyphonie bis Spätbarock. Ein Werk, das in seinen zwei Teilen wie aus einem Guss erscheint: Dem ersten Teil, von eher düsterer Natur, spannungsgeladen in h-Moll, steht der zweite Teil entgegen, der durch ein jubelndes Glaubensbekenntnis in feierlichem D-Dur eröffnet wird. Es gibt wohl kein anderes Werk des barocken Meisters und kaum ein weiteres in der Musikliteratur, das so viele ausdrucksstarke Einzelformen von unbestrittener kompositionstechnischer Qualität in sich vereinigt – Höhepunkt, Fazit und Glaubensbekenntnis in einem.

Teilnahme erst nach Anmeldung, begrenzte Teilnahme aufgrund von Corona-Regeln.